Neben einer Lenkradkralle und einer Parkkralle zählt auch die Gangschaltungssperre zu der Gruppe der mechanischen Wegfahrsperren. Was der Einbau einer Gangschaltungssperre kostet, welche Vorteile diese Diebstahlsicherung hat und wie Fahrzeuge mit Automatik- und Schaltgetriebe gesichert werden können erfahren Sie hier.

Am Schaltknüppel arretiert

Eine Gangschaltungssperre blockiert, wie der Name schon preisgibt, die Gangschaltung eines Fahrzeugs, ist für zahlreiche Modelle nachrüstbar, nahezu wartungsfrei und stromunabhängig. Hat sich ein Unbefugter Zugang zum Auto, VW Bus oder Wohnmobil verschafft, kann er ohne den passenden Schlüssel die Sicherung nicht lösen (somit auch nicht schalten) und müsste im Fall der Fälle mit dem eingelegten und durch die Gangschaltungssperre verriegelten Gang fahren. Dabei ist es egal, ob das abgesicherte Fahrzeug über eine manuelle oder automatische Schaltung verfügt, da eine Gangschaltungssperre für beide Varianten kompatibel ist.

Gangschaltungssperre für manuelle Gangschaltung

Bei manueller Gangschaltung fixiert ein Bolzen den Schaltknüppel im Rückwärtsgang, wobei das Ganze mittels eines Schließzylinders abgeschlossen wird. Nur mit dem passenden Schlüssel lassen sich in der Folge Mechanismus und Bolzen lösen. Für einen potenziellen Dieb ohne Schlüssel bedeutet dies, dass er nur im Rückwärtsgang fahren könnte.

Gangschaltungssperre für Automatik

Auch für Halter eines Fahrzeugs mit Automatikschaltung gibt es die Möglichkeit, eine Gangschaltungssperre einzubauen. Dies geschieht analog zur manuellen Schaltung, nur wird bei einem automatischen Getriebe der Schaltknüppel auf P (Parkposition) per Bolzen gesichert. Als Folge kann Auto, Bus oder Wohnmobil nicht von der Stelle bewegt werden.

Gangschaltungssperre einbauen

Anders als mobile und handliche Wegfahrsperren wie Parkkrallen und Lenkradsperren, die jederzeit abgebaut und im Kofferraum verstaut werden können, muss eine Gangschaltungssperre vom Profi nachgerüstet werden. Beim Einbau wird sie per Abreißschrauben und –Muttern unterhalb der Mittelkonsole (üblicherweise zwischen Schaltknüppel und Handbremse) angebracht. Davon, den Einbau selbst vorzunehmen wird in der Regel abgeraten, zumal Hersteller wertiger Gangschaltungssperren diesen Service ohnehin im Verkauf ihrer Modelle eingepreist haben.

Gangschaltungssperre kaufen: Soviel sollte man bereit sein auszugeben

Wer überlegt, eine Gangschaltungssperre für den VW Bus den VW Golf oder Skoda Modelle (allesamt beliebtes Diebesgut) zu kaufen, sollte sich auf einen Preis von rund 300 – 400 Euro gefasst machen. Wie im obigen Absatz erwähnt, ist üblicherweise der Einbau inbegriffen, doch ist es immernoch ein stolzer Preis. Im Vergleich zu günstigen Wegfahrsperren wie beispielsweise einer Stoplock Lenkradkralle ist der Mehrpreis signifikant (ca. das Achtfache) doch erhält man ein ganz anderes und wertigeres Sicherungskonzept, das Dieben erheblichen Widerstand leistet und sich nicht mit einfachen Werkzeugen umgehen lässt.

Nachteil einer Gangschaltungssperre

Während Lenkradkralle und Parkkralle einen großen Teil ihres Sicherheitskonzepts auf den Aspekt der Abschreckung setzen und mit grobem Werkzeug relativ schnell überwindbar sind, ist die eingebaute Gangschaltungssperre  eher unscheinbar. Das kann zum Problem werden, da ein Dieb, der sich erstmal Zugang zum Fahrzeuginneren verschafft hat und die Gangschaltungssperre als unüberwindbares Hindernis erkennt, frustriert werden kann und kurzerhand das Autoradio ausbaut, den Airbag klaut oder einfach randaliert.
Aus diesem Grund wird Besitzern einer Gangschaltungssperre empfohlen, diese mit einem Auto Alarmaufkleber an der Scheibe auszuweisen. Potenziellen Autodieben wird auf diese Weise eventuell schon schnell die Schwierigkeit ihres Unterfangens klar.